Willkommen auf unserer neuen Website! 🥳 Hier gibt’s alles, was du über das Studentenleben an der Semmelweis Uni wissen musst – von Koffeintipps bis Klausurpanik. Schau rein und fühl dich wie zu Hause
Willkommen auf unserer neuen Website! 🥳 Hier gibt’s alles, was du über das Studentenleben an der Semmelweis Uni wissen musst – von Koffeintipps bis Klausurpanik. Schau rein und fühl dich wie zu Hause
Willkommen im Vorklinik-Guide!
Dieses Werk ist das Ergebnis vieler Studierender, die den Weg, den ihr gerade beginnt, bereits gegangen sind – mit all seinen Herausforderungen, Umwegen und Erfolgen.
Es soll euch Orientierung geben, Halt bieten und euch vor allem zeigen: Ihr seid nicht allein.
Hier findet ihr praktische Tipps, ehrliche Erfahrungswerte und kleine Tricks, die den oft überwältigenden Einstieg in das Medizinstudium an der Semmelweis ein Stückchen leichter machen.
Denn wie es hier heißt:
„Wollt ihr das Studium bestehen, hört auf das, was euch die höheren Semester raten.
Wollt ihr das Studium gut bestehen, hört auf das, was sie euch raten – und passt es so an, dass es zu euch selbst passt.“
Zu Beginn des Semesters bietet die Universität einen Excel-Kurs an – vor allem mit Blick auf Biophysik, wo ihr Woche für Woche mit Excel arbeiten werdet. Die Teilnahme ist freiwillig, und viele, die nicht mitgemacht haben, haben es im Nachhinein nicht bereut. Unter denjenigen, die teilgenommen haben, war die Meinung etwa geteilt: Rund die Hälfte fand den Kurs hilfreich, die andere Hälfte hätte gut darauf verzichten können.
Wahlpflichtfächer – sinnvoll oder zu viel?
Schnell taucht die Frage auf: Brauche ich die Wahlpflichtfächer wirklich? Besonders, wenn das Semester ohnehin schon vollgepackt wirkt.
Die Antwort: Das ist individuell – aber es gibt zwei klare Empfehlungen.
Wenn du in der Oberstufe weder Chemie noch Physik hattest, sind die WPFs
🧪 „Grundlagen für medizinische Chemie“ und
📊 „Grundlagen der medizinischen Biophysik“
sehr zu empfehlen.
Sie laufen nur über ein halbes Semester und vermitteln das Basiswissen, das in den entsprechenden Hauptfächern vorausgesetzt wird.
In Umfragen zeigte sich: Die Meinungen dazu sind gespalten. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden fand die Kurse hilfreich, die andere Hälfte wäre auch gut ohne klargekommen.
Grundsätzlich sind Wahlpflichtfächer freiwillig. Die Anzahl hängt maßgeblich davon ab, ob ihr nach eurem 2. Jahr zurück an eine staatliche Uni wechseln wollt oder nicht.
Fall 1 – Ihr wechselt nach dem Physikum (2. Jahr) nach GER (staatliche Uni) zurück:
Dann braucht ihr bis zum Physikum nur ein einziges Wahlpflichtfach belegen.
Fall 2 – Ihr bleibt nach dem Physikum (2. Jahr) an der Semmelweis Uni in Budapest:
Dann braucht ihr bis zu eurem Abschluss im 6. Jahr insgesamt 360 Kreditpunkte, durchschnittlich 30 pro Semester. (Stand 2024 erhaltet ihr allein 351 Kreditpunkte durch Pflichtfächer, somit müssen 9 Kreditpunkte mit Wahlpflichtfächern erfüllt werden)
Fall 3 – Ihr wechselt nach dem Physikum (2. Jahr) nach Deutschland, aber zum privaten Asklepios Campus Hamburg (gehört zur Semmelweis Uni):
Wie Fall 2. Ihr braucht die Kreditpunkte.
Das Studium ist insgesamt intensiv und kann auch psychisch belastend sein. Innerhalb der ersten beiden vorklinischen Studienjahre sticht das 3. Semester eindeutig als Belastungshöhepunkt hervor: 77 von 81 Befragten, also 95,1 %, gaben an, dass dieses Semester das Härteste war oder ihre persönliche Belastungsgrenze überschritt. Fragt man klinische Studierende aus den höheren Jahren wird ebenfalls das 3. Semester als Leistungspeak genannt.
Bereits das 2. Semester wird von einigen Studierenden als besonders anstrengend empfunden. Ein wesentlicher Grund ist das große Rigorosum in Makroskopischer Anatomie. Im 3. Semester steigt die Belastung jedoch noch einmal deutlich an: Mit dem Histologie-Rigorosum, dem Biochemie-Rigorosum und dem ersten Physiologiekurs treffen mehrere anspruchsvolle Fächer mit komplizierten Zwischenprüfungen aufeinander.
Das 1. und 4. Semester wurden dagegen deutlich seltener als persönliche Belastungsspitze genannt. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie grundsätzlich leicht sind. Gerade für Personen ohne ausreichende Vorkenntnisse in Chemie kann dies bereits eine Herausforderung sein.
Medizinischer Bezug wird spürbarer
Nach dem stark naturwissenschaftlich geprägten Einstieg ins Studium vermittelt das zweite Semester erstmals ein greifbares Gefühl dafür, wie sich das erlernte Wissen auf die Medizin anwenden lässt. Gleichzeitig steigen jedoch auch die Anforderungen:
Die Anzahl der Zwischenprüfungen nimmt zu, der Lernaufwand wächst und es wird deutlich mehr Eigeninitiative und Durchhaltevermögen
gefordert. Ihr solltet inzwischen eure Lernmethode gefunden haben, denn für viel Ausprobieren bleibt nicht mehr die Zeit.
Das zweite Semester ist ein wichtiger Zwischenschritt – mit Blick auf das fordernde dritte Semester, in dem viele den bisherigen Peak der Vorklinik erleben.
Das kommt wie immer ganz darauf an was dich interessierst und ob du bestimmte Ziele hast. Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass rein vom zeitlichen Aspekt im vorklinischen Abschnitt das 2. Semester noch am besten dazu geeignet ist, um WPF zu belegen. Die größte Empfehlung gibt es für das Fach „Terminologie der klinischen Fachgebiete“, was nicht nur am meisten belegt wurde, sondern auch die größten Zustimmungswerte erlangt hat. Wie der Name schon sagt, lernt ihr hier aufbauend auf Med. Terminologie des 1. Semester, erste klinische Krankheiten & Begriffe zumindest namentlich kennen. Allen voran ist dieses Fach aber auch eine gute Hilfe für Anatomie, weil nochmals wichtige Begriffe leicht zeitversetzt wiederholt werden. Der effektive Nutzen erfolgt dann erst nach dem 4. Semester, wo einige höhere Semester davon berichten Probleme gehabt zu haben, weil sie dieses Fach nicht belegt hatten. Zusätzlich lässt sich das Fach im Rahmen eines studentenfreundlichen Wettbewerbs berets nach 6 Wochen vorzeitig abschließen.
Einzelne Student*innen berichten zudem von einem sehr guten med. Englisch-Sprachkurs.
Für Zahnmedizinstudent*innen ist zu beachten, dass alle WPF des 2. Semesters nicht nur von denen der Humanis abweichen, sondern auch etwas irreführend verpflichtend sind!
Das Rigorosum – Hier hat die Endnote Bedeutung!
Das Rigorosum ist eine zum deutschen Prüfungssystem physikumsäquivalente Teilprüfung. In dieser wird das Wissen von 2 Semestern eines Faches umfassend von erfahrenen Dozenten des jeweiligen Instituts geprüft. Die Schwierigkeit unterscheidet sich deutlich vom Kolloquium, also der Teilprüfung eines Faches. Während das Kolloquium zudem nur für euch eine Relevanz hat, so geht die Rigorosumsnote auch direkt in die Physikumsnote mit ein. Insbesondere wenn ihr an eine renommierte deutsche Universität nach dem 4. Semester wechseln wollt, so solltet ihr schauen, dass ihr hier sehr gute Ergebnisse bekommt.
Zahnmedizinstudierende müssen dagegen für einen problemlosen Wechsel nach GER 5 Semester an der Semmelweis Universität studieren, um einen physikumsäquivalenten Schein zu erhalten!
Insgesamt muss jeder Humanmedizinstudent 8 Rigorosa ableisten:
Makroskopische Anatomie II (2. Semester)
Biophysik II (2. Semester)
Mikroskopische Anatomie II (3. Semester)
Biochemie II (3. Semester)
Med. Physiologie II (4. Semester)
Molekulare Zellbiologie II (4. Semester)
Med. Genetik und Immunologie II (4. Semester)
Med. Fachsprache Ungarisch IV (4. Semester)
Insgesamt muss jeder Zahnmedizinstudent 8 Rigorosa ableisten:
Makroskopische Anatomie II (2.Sem)
Biophysik II (2.Sem)
Mikroskopische Anatomie II (3.Sem)
Biochemie II (3.Sem)
Zahnmed. Physiologie II (4.Sem)
Molekulare Zellbiologie II (4.Sem)
Zahnerhaltungskunde Propädeutik II (5.Sem)
Odontotechnologie und prosthetische Propädeutik III (5.Sem)
The re-examination phase:
For those who didn’t pass their regular exams, there’s a resit period (only) in the summer. This usually takes place over 5-10 days at the end of August. Every student is guaranteed one exam slot for each missing subject. Further attempts are only possible if space is available. As you can see, quite a few students are having trouble with the exams. So keep your chin up and keep at it! 🙂
Ergänzung folgt in Kürze
Peak der Vorklinik – fachlich und mental
Das dritte Semester gilt für viele als das forderndste der Vorklinik.
Ca. 95% der Studierenden haben gesagt, dass dieses Semester über ihre persönliche Belastungsgrenze ging. Die Inhalte werden komplexer, die Stoffmenge nimmt deutlich zu und das Tempo bleibt hoch. Besonders in Fächern wie Physiologie und Biochemie wird ein tiefes Verständnis erwartet – reines Auswendiglernen reicht hier nicht mehr aus.
Hinzu kommt die enorme Prüfungsdichte: Die Vielzahl an Wochentests und Zwischenprüfungen verlangt eine nahezu durchgehende Vorbereitung. Kaum ist ein Test geschrieben, steht der nächste an. Diese konstante Leistungsabfrage fordert nicht nur fachlich, sondern vor allem mental sehr viel Durchhaltevermögen.
Wer hier strukturiert arbeitet, frühzeitig mit dem Lernen beginnt und sich feste Routinen schafft, kann den Druck besser abfedern. Das dritte Semester ist eine Belastungsprobe – aber auch ein Wendepunkt: Wer lernt, Zusammenhänge wirklich zu verstehen und langfristig zu denken, legt hier das Fundament für die klinischen Semester.
The re-examination period in winter:
There is no official resit period in the summer semester. Only upon individual request to the institutes, submission of an application and a medical certificate can one be granted the opportunity for another exam attempt during the first two weeks of lectures.
Take a deep breath – but take physiology seriously
Most students perceive the fourth semester as significantly more relaxed than the third. After the peak of the pre-clinical phase, there is more time for leisure, friends, and student life in Budapest. This respite is important and should be consciously used – especially since many paths diverge after the first state examination (Physikum).
The clear focus is on physiology. Fundamental topics from the third semester should be reviewed if necessary, as later topics build upon them. The smaller subjects are generally manageable, but should not be completely underestimated.
Therefore, the strategy for the fourth semester is simple: take a deep breath, enjoy the free time and at the same time keep up with physiology.
Nachprüfungsphase im Sommer:
Wie im letzten Sommer gibt es wieder Ende August eine Nachprüfungsphase, wo noch übrige Prüfungsversuche verbraucht werden können und jedem Studierenden ein Prüfungsversuch pro Fach garantiert wird.
Behaltet einen ruhigen Kopf. Denkt dran, dass die Prüfer auch wollen, dass ihr besteht und dann ist die Vorklinik schon bald abgeschlossen. 🙂
Wir sind die studentische Vertretung an der Semmelweis Universität – irgendwo zwischen Hörsaal, Mensa und Kaffeemaschine.
Unser Motto: hart lernen, klug chillen – und dabei das Beste aus dem Unialltag rausholen.
Ob Fragen, Ideen oder einfach nur Chaos im Kopf – wir sind für euch da. Mit Engagement, guter Laune und manchmal auch Keksen.