Wahlfächer

Auf dieser Seite möchten wir Euch ein paar Wahlfächer vorstellen die an der Semmelweis Universität angeboten werden. Los geh’ts mit:

  • Medizin in der Literatur
  • Wirt-Pathogen-Interaktion

 

Medizin in der Literatur:

Wer Lust hat Medizin mal auf eine andere Weise kennen zu lernen, oder vielleicht auch mal ein anderes Buch zu lesen, außer dem Anatomieatlas, sollte das Wahlfach Medizin in der Literatur einmal ausprobieren.

Ich habe es dieses Semester belegt und fand es gut. Das Fach findet an nur an zwei Wochenenden im Semester statt und ist daher auch zeitlich gut unterzubringen.

Bei unserem ersten Treffen wurden wir von  Herrn Prof. Dr. v. Engelhardt in die verschieden Darstellungen von psychischen Krankheiten in der Literatur eingeführt. Außerdem führte er die verschieden Dimensionen an, mit denen wir die Bücher analysieren könnten. Dazu gehört unter anderem, wie die Krankheit vom Autor beschrieben wird und wie die verschieden Personen auf den Kranken beziehungsweise wie er auf sie reagiert.  Anschließend könnten wir uns anhand einer Liste mit vorgeschlagenen Titeln ein Buch aussuchen, welches wir dann bis zum nächsten Treffen lesen und vorstellen sollten.

Unter den Titeln befanden sich unter anderem: „Der Sandmann“ ,  „Lizenziat Vidriera“, „Krankenzimmer Nr. 6“ und „Mrs.  Dalloway“. Ich selbst wählte „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“.

Bei unserem zweiten Treffen ca. 1 ½ Monate später wurden die Bücher dann vorgestellt. Es war interessant die verschieden Ansätze zu beobachten mit denen manche ans Werk gegangen waren. Teilweise wurden die Krankheitsbeschreibungen mit dem  ICD 10 oder dem DSM 4 verglichen, teilweise auch nur anhand des Buches erläutert.  An diesem Freitagabend schauten wir uns dann auch noch eine Filmfassung von Dr. Jekyll und Mr. Hyde an. Am nächsten Tag wurden die Vorträge noch beendet und wir hatten die Möglichkeit in einer gemeinsamen Abschlussdiskussion  noch einmal die verschiedenen Krankheitsbilder und Handlungen zu bedenken und zu verarbeiten.

Insgesamt war das Fach eine willkommen Abwechslung gegenüber den anderen Fächern.

Ich würde es jedem empfehlen, der gerne etwas mehr über verschieden Darstellungen von Krankheitsbilder lernen möchte und der vielleicht auch mehr über die Sicht des Patienten erfahren möchte, die in einigen Büchern sehr gut dargestellt wurde.

– Sophie Kubon