Brief der DSVS an die Studenten

Brief der DSVS an die Studenten

Hallo ihr Lieben,

Wir hoffen, ihr seid alle gesund und munter und lasst euch nicht von etwaigem Lernstress unterkriegen!

Bei uns läuft soweit auch noch alles halbwegs rund, allerdings müssen wir mal kurz ein ernsteres Wörtchen mit euch sprechen:

Wir verstehen, dass die aktuelle Situation einen großen Umbruch bedeutet und damit sehr viele bislang unbekannte Probleme und Stress aufwirft. Das hat natürlich Auswirkungen auf jede und jeden Einzelne(n) von uns und da ist es verständlich, dass die Laune auch mal in den Keller fällt. Wofür wir allerdings nicht so viel Verständnis haben bzw wofür wir auch kein Verständnis haben wollen, ist der momentan aufkommende Umgangston. Wir bei der Studentenvertretung (und die meisten Professoren übrigens auch 😉 ) versuchen wirklich, für alle Fragen eine Antwort und alle Probleme eine Lösung zu finden. Manchmal wird das aber eben nicht die beste Lösung, sondern nur die bestmögliche Lösung- Zeit, Logistik und öfter auch mal staatliche Regelungen schränken uns diesbezüglich ein. Das frustriert uns natürlich genauso wie euch, in letzter Zeit bekommen wir aber immer mehr Nachrichten, die uns etwas fassungslos und teilweise auch verletzt zurücklassen.

Daher würden wir euch bitten, die folgenden Punkte durchzulesen und in Zukunft wieder ein bisschen mehr darauf zu achten:

  • Wettbewerbsdenken: Wir haben hier an unserer Universität das große Glück, dass das Studium nicht kompetitiv aufgebaut ist. Das heißt, wenn Andere mal einen Vorteil haben, den man selbst nicht hat, entsteht daraus für einen selbst meist kein Nachteil. Deshalb macht es oft mehr Sinn, sich auf sich selbst und die eigenen Möglichkeiten zu konzentrieren als Zeit damit zu verschwenden, sich über das Glück anderer zu ärgern.
  • Der Ton macht die Musik: Es mag wie ein veralteter Kalenderspruch klingen, aber unsere Zusammenarbeit mit euch macht so viel mehr Spaß, wenn sich jeder dabei an die Grundregeln der Höflichkeit hält. Banale Dinge wie eine nette Anrede und Verabschiedung oder Feedback, wenn wir euch helfen konnten, machen wirklich einen großen Unterschied.
  • Anonyme Nachrichten: Passend zum vorherigen Punkt – Wir sind selbst Studenten und daher auch prinzipiell immer erstmal auf der Seite der Studenten. Deshalb ist es für uns wirklich unangenehm, anonyme Nachrichten zu erhalten, die implizieren, dass wir entweder der Feind und/oder nicht vertrauenswürdig sind. Wir werden Daten von euch nie ungefragt weitergeben, schon gar keine Namen, versprochen! Wir freuen uns aber, mit tatsächlichen Personen zu arbeiten anstatt mit einem mysteriösen Mr. X.
  • Befehlstöne: Grundsätzlich freuen wir uns immer über konstruktive Nachrichten von euch, wir sind ja schließlich dazu da, die studentischen Interessen zu vertreten! Was dabei allerdings nicht vergessen werden darf: Wir sind selbst Studenten und machen diese Arbeit zusätzlich zum Studium, in unserer Freizeit. Was man dann absolut nicht lesen will sind Sätze wie „Was gedenkt ihr hierbei zu unternehmen?“ „Können Sie mir bitte mitteilen, was Sie diesbezüglich beabsichtigen zu unternehmen?“ oder aggressive Forderungen von Lösungsvorschlägen zu einer Problematik, die uns bis dato unbekannt war. Kein Mensch erhält gern Befehle, wir auch nicht.
  • Lösung von kleineren Problemen: Wieder passend zum vorherigen Punkt – Die Studentenvertretung ist vor Allem dafür da, Probleme zu lösen, die bei vorherigen Versuchen nicht gelöst werden konnten oder bei denen ein Nachteil für euch entstehen könnte, wenn ihr euch selbst darum kümmert. Natürlich könnt ihr generell mit jedem Anliegen zu uns kommen, aber manche Dinge, wie zB eine fehlende Vorlesung von einem Dozenten, lassen sich mit einer Mail schnell und einfach selbst lösen und ihr nehmt uns damit einiges an Kleinarbeit ab, sodass wir mehr Zeit in komplexere Problemstellungen investieren können.
  • Wie ein weiser König einst sagte „Wir sind alle eins“: Bitte geht auch untereinander höflich und verständnisvoll miteinander um. Im Endeffekt haben wir alle ähnliche Probleme und vor Allem auch ein ähnliches Ziel, nämlich unseren zukünftigen Beruf. Dieser wird, als sozialer Beruf, das von uns verlangen, was man jetzt perfekt üben kann: Sich selbst und das eigene Ego mal rauszunehmen und den Fokus auf das kollektive Gesamtbild zu legen.

 

Zum Schluss wollen wir uns natürlich noch bedanken, erstens dafür, dass ihr euch die Zeit genommen habt, diesen Text zu lesen und zweitens für die unzähligen lieben Nachrichten und Worte, die uns auch tagtäglich erreichen! Wir haben euch gern <3

Liebe Grüße,

Eure DSVS