2. Statement der deutschen Botschaft

2. Statement der deutschen Botschaft

Liebe Landsleute,

das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen ausgesprochen. Es ist mit weiteren drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr zu rechnen. Viele Länder haben das öffentliche Leben eingeschränkt, verhängen Einreisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen.

Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise nicht mehr antreten können, ist daher bei vielen Reisezielen hoch. Die Lage verändert sich ständig. Wir bitten Sie, sich regelmäßig auf www.diplo.de zu informieren.

In Ungarn wird mit einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen gerechnet. Bereits jetzt kommt es in Ungarn zu deutlichen Einschränkungen im täglichen Leben. Gaststättenbetriebe und Ladengeschäfte schließen um 15 Uhr, kulturelle Einrichtungen bleiben vollständig geschlossen. Ungarischen Stellen bewerten die Lage täglich neu und werden ihre Maßnahmen weiter anpassen.

Seitdem Ungarn Einreisebeschränkungen verhängt hat, werden viele Personen, die nicht die ungarische Staatsangehörigkeit haben, an den Grenzübergängen zurückgewiesen. Davon sind leider auch Personen betroffen, die Ungarn seit langem ihre Heimat nennen, hier leben und arbeiten. Wir setzen uns gemeinsam mit den Botschaften unserer EU-Partner gegenüber den ungarischen Behörden dafür ein, dass eine schnelle und verbindliche Lösung für die Wiedereinreise von Bürgern des Europäischen Wirtschaftsraumes (alle EU-Mitgliedsstaaten plus Island, Lichtenstein und Norwegen) gefunden wird.

Aber nicht nur Deutsche mit Wohnsitz in Ungarn stehen vor Problemen. Viele unserer Landsleute, die nach Deutschland zurückkehren möchten, sitzen in Rumänien und Serbien fest, weil Ungarn seine Grenzen für Transitreisen geschlossen hat. Auch zu dieser Frage stehen wir in Kontakt mit den ungarischen Behörden und fordern eine schnelle Lösung.

Über aktuelle Entwicklungen halten wir Sie auf unserer Website www.budapest.diplo.de auf dem Laufenden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat uns in ihrer Fernsehansprache vom 18. März 2020 eindringlich dazu aufgefordert, dass wir uns alle verantwortungsbewusst verhalten: „Alle staatlichen Maßnahmen gehen ins Leere, wenn wir nicht das wirksamste Mittel gegen die zu schnelle Ausbreitung des Virus einsetzen: Und das sind wir selbst. So wie unterschiedslos jeder von uns von dem Virus betroffen sein kann, so muss jetzt auch jede und jeder helfen. Zu allererst, indem wir ernst nehmen, worum es heute geht. Nicht in Panik verfallen, aber auch nicht einen Moment denken, auf ihn oder sie komme es doch nicht wirklich an.”

Auch ich appelliere an Sie: Befolgen Sie Anordnungen der Behörden und halten Sie sich diszipliniert an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Kein Handschlag mehr, gründlich und oft die Hände waschen, mindestens eineinhalb Meter Abstand zum Nächsten und Verringerung der sozialen Kontakte ganz besonders zu unseren älteren Mitmenschen, weil sie eben besonders gefährdet sind.

Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund!

Volkmar Wenzel